02| Leistungsdiagnostik - Trainingsbereiche
Trainingsmethodisch unterscheiden wir n.a. zwischen 4 Trainingsbereichen. Dabei könnte man natürlich auch auf andere gewohnte Einteilungen wie z.B. im Radsport (Grundlagenbereich, Entwicklungsbereich und Spitzenbereich), eingehen.
Grundlagenausdauer 1
- Trainingseffekte sind u.a. eine bessere lokale Muskelausdauer (Kraftausdauer), bessere Kapillarisierung (Durchblutung) der Muskulatur und eine bessere aerobe Energiegewinnung. GAT1-Training zeichnet sich durch eine im Verhältnis zur Maximalleistung relativ niedrige Intensität aus.
- Dieses Training ist sinnvoll:
- für Anfänger als Grundlagen
- Training zum Einstieg- für Fortgeschrittene als Basistraining für intensives Training
Grundlagenausdauer 2
- Trainingseffekte sind u. a. eine bessere aerobe Energiegewinnung sowie Motoriktraining durch höhere Geschwindigkeiten. GAT2-Training wird mit mittlerer Intensität durchgeführt. Dieser Bereich ist für eine Gewichtsreduktion (Fettabbau) besonders geeignet (Der relative Anteil der Fettverbrennung sinkt, aber absolut wird durch den insgesamt höheren Energieumsatz mehr Fett verbrannt; wichtig für Sportler, die abnehmen wollen).
- Dieses Training ist sinnvoll
- für Fortgeschrittene
- zum Abnehmen (Gewichtsreduktion durch Fettabbau)
Wettkampfspezifische Ausdauer
- Trainingseffekte sind u. a. ein Anheben der Maximalleistung, Training der anaeroben Energiegewinnung sowie eine Verbesserung der Lactat-Toleranz.WSA1-Training wird im Bereich der Geschwindigkeit der individuellen anaeroben Schwelle durchgeführt, die Lactat-Konzentration steigt nach einer gewissen Zeit nicht weiter an, die hohe Belastungsintensität kann also über eine bestimmte Zeit aufrecht erhalten werden.Die sehr hohe Intensität des WSA2-Trainings liegt oberhalb der anaeroben Schwelle, die Lactat-Konzentration steigt immer weiter an und die Belastungsdauer ist somit relativ begrenzt.WSA-Training ist im Freizeitbereich nur begrenzt sinnvoll, da es eine gute Grundlagenausdauer voraussetzt, bei Sportgesundheit ist es aber auch nicht schädlich. Für ambitionierte Sportler ist WSA-Training notwendig, um entsprechende Leistungszuwächse zu erzielen.
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